Der Säbel
Der Säbel ist eine leichte Hieb- und Stichwaffe. Der klassische Säbel war gekrümmt und nur einseitig geschliffen. Er war die typische Waffe leichter Kavallerie wie etwa der Husaren. Heute werden Säbel auch beim Sportfechten verwendet, die allerdings mit den historischen Kriegswaffen kaum mehr als den Namen gemeinsam haben.
Die Herkunft des Wortes Säbel und verwandter Bezeichnungen in anderen europäischen Sprachen (italienisch sciabola, spanisch sable, französisch und englisch sabre) ist bis heute nicht abschließend geklärt. In das Deutsche wurde das Wort aus einer osteuropäischen Sprache entlehnt, wahrscheinlich aus dem Ungarischen (szablya). Dialektale Varianten im Deutschen mit postalveolarem Anlaut (so etwa Schabel) legen jedoch nahe, dass das Wort in anderen Regionen vielmehr aus dem Polnischen (szabla) übernommen wurde. Russisch сабля und Tschechisch šavle sind offenbar recht junge Entlehnungen entweder aus dem Polnischen oder Deutschen.
Der Säbel für das Sportfechten ist höchstens 105 cm lang. Er darf maximal 500 Gramm wiegen, ist aber meistens erheblich leichter. Er hat eine meist persönlich gebogene Klinge mit angedeuteter (stumpfer) Vorschneide. Der Säbel hat eine Glocke, welche die Handfläche schützt. Anders als beim Degen und beim Florett hat er einen Bügel, der die Hand gegen Hiebe schützt. Außerdem unterscheidet sich auch der Griff des Säbels von dem des Floretts und des Degens. Er hat keine Vertiefungen für die Finger und kann beliebig gehalten werden. Der Säbel ist die einzige Waffe, bei der sowohl Stöße als auch Hiebe als gültige Treffer angezeigt werden. Trefferfläche ist der gesamte Oberkörper inklusive Arme und Kopf, früher auch die Hand.

